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Der Blauwal

Sibbaldus musculus

Familie: Furchenwale (Balaenopteridae)

Blauwal, Zeichnung: F. Neese/A. Schultze-Mosgau

 

Ein erwachsener Blauwal ist ca. 25 m (selten bis 33 m) lang und wiegt zwischen 100 und 140 Tonnen. (Das ist so viel wie 25 Elefanten oder wie 1500 erwachsene Menschen). Er ist sehr lang und schlank, sein Kopf und das Maul sind sehr langgestreckt. Allein die Zunge des Blauwals ist so schwer wie ein Elefant. Der Körper ist blaugrau mit kleinen hellen Flecken. die Oberseite des Körpers dunkel blaugrau und die Unterseite etwas heller.

Er frisst jeden Tag eine Tonne Meerestiere, jedoch nur Plankton, kleine Fische und kleine Krebse. Dieses schwimmende Futter siebt der Blauwal mit 300-400 großen bürstenartigen Leisten aus dem Wasser. Diese Leisten befinden sich im Maul des Wals am Oberkiefer, man nennt sie Barten und die Gruppe der Wale, die solche Barten haben deswegen Bartenwale. Andere Bartenwale sind zum Beispiel Finnwal, Buckelwal, Grönlandwal, Grauwal oder Zwergwal.

Blauwale sind die größten und schwersten heute lebenden Tiere. Allein ihr Herz wiegt 800-1000 kg.

Blauwale sind vom Austerben bedroht, weil sie gejagt und danach getötet werden. Deswegen sind die Menschen die Feinde des Blauwals.

Die Tragezeit beträgt ca. 11-12 Monate. Das Junge ("Kalb") wird in warmen Meeren geboren und ist bei der Geburt 7 m lang und 2 bis 2,5 Tonnen schwer. Es trinkt jeden Tag bis zu 600 Liter Milch. Nach 6 Monaten ist es entwöhnt und frisst wie die Erwachsenen Plankton.

Blauwale sind scheu. Sie leben meist zu zweit oder dritt und schwimmen mit 10-18 Stundenkilometern. Wenn sie Angst haben bis 37 km/h schnell fliehen. Sie tauchen normalerweise ungefähr 15 mal kurz (jeweils für 15 Sekunden) und danach jeweils einmal für 10-20 Minuten. Sie können auch länger unter Wasser bleiben (bis zu 50 Minuten) und erreichen dabei bis zu 200 m Tiefe. Beim Atmen blasen sie einen Wasser- und Luftstrahl nach oben, den Blas. Der Blas des Blauwals ist 3-7 m hoch und für 5 Sekunden sichtbar.

Blauwale leben in allen Ozeanen, heute vorwiegend auf der südlichen Hälfte der Erde, im Nordatlantik und Nordpazifik sind sie sehr selten.

 

Text von: Franziska Neese (Bad Schwartau, 10 Jahre), Antonia Schultze-Mosgau (Bad Schwartau, 10 Jahre),
Vanessa Plöger (Grönwohldshorst, 10 Jahre), Daniela Langbehn (Rüting, 10 Jahre), Amanda Westheider (10 Jahre).

 


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: 29. September 2004

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